52 mal sieben

Woche 42

42·26

Ich war schon länger nicht mehr auf einem Konzert. Da dachte der Instagram-Algorithmus, dass man das ändern müsste. Fink? Nie gehört. Wobei…doch, das eine Lied kenne ich. Vielen Dank für Ihre Bestellung. Und dann war es diese Woche soweit. Ich hatte irgendwie erwartet, dass es sich anders anfühlen würde. Merkwürdiger, einsamer zwischen denen, die nicht nur von der Musik unterhalten werden wollten. Allein auf ein Konzert zu gehen, war bis vor einiger Zeit noch ein absurder Gedanke. Und nun freue ich mich schon auf das Nächste, ohne zu wissen, welches es sein wird. Ein alkoholfreies Bier, Menschen beobachten, eskalativ mit dem Fuß zur Musik wippen. Ich bin völlig ausgeflippt – innerlich.

Die Wandfarbe für das Wohnzimmer stand als erstes fest. Und nachdem alle anderen Räume längst ihren Farbklecks bekommen haben, war es nun auch in diesem letzten Raum so weit. Selbstverständlich wurde dieser Vorgang streng von Milo überwacht. Das Abnahmeprotokoll wies nach einer Dose Thunfisch keinerlei Mängel auf.

Ein wenig bunt wurde es auch auf Papier. Ich glaube, den Tuschkasten habe ich zuletzt Ende 2025 in der Hand gehabt. Umso mehr Spaß hat es nun gemacht, dieses kleine Projekt zu starten. Bei dem Wort Tuschkasten bekomme ich übrigens ein ähnliches Gefühl wie bei Turnbeutel. Ich glaube, die haben eine Art Ablaufdatum. Irgendwann nach der 6. Klasse darf man das einfach nicht mehr sagen.

Ich habe es immer sehr geliebt in Kochbüchern zu blättern. Heute ist Instagram mein Kochbuch und kulinarische Inspirationsquelle. Und wenn mir schon schwedische Zimtschnecken über den Bildschirm kriechen, muss ich sie auch backen. So gut.

Zimtschnecken gehen übrigens auch zum Frühstück. Und anschließend auf den Bremer Freimarkt, der nahezu ausnahmslos mit Regenwetter verbunden ist. Ich liebe den Freimarkt. Früh morgens, wenn noch keiner da ist. Wenn der Zauber, dem die Kinderaugen verfallen, noch schläft. Und die vielen Lichter und die Musik ihn nicht schöner machen, als er tatsächlich ist. Dann ist er für MICH am schönsten. Danach noch ein kleiner Spaziergang im Niesel durch den Schnoor. Ganz in Ruhe.

Nach einem ersten Mal in dieser Woche wartet in der nächsten Woche ein letztes Mal. Aber auch das ist eine positive Veränderung.

← Zurück zum Archiv

Magst du was dazu sagen?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert