52 mal sieben
„Was ist 52 mal sieben?“
Vor einigen Jahrzehnten hätte mich diese Frage meines Mathelehrers echt gestresst. Hier soll es aber nicht um Mathematik gehen. Was verbirgt sich also hinter „52 mal sieben“?
Der ursprüngliche Gedanke war, wieder regelmäßiger zu fotografieren. Dann tauchten sofort zwei Fragen auf: Was? Und: Was mach ich dann damit?
Ich mag die Alltagsfotografie. Einfach weil es viele Momente im täglichen Leben gibt, die wir – wenn überhaupt – kurz wahrnehmen und schnell wieder vergessen. Das erste Eis im Jahr, ein lustiger Moment auf der Straße, eine Situation mit ganz tollem Licht. Das sind die Momente, denen ich mehr Aufmerksamkeit schenken möchte und an die ich mich öfter erinnern möchte. Das Was ist also geklärt.
Bleibt die zweite Frage. Die Fotos einfach für mich zu behalten, wäre wahrscheinlich ein schnelles Ende dieses „Projekts“ gewesen – und es sollte ja möglichst ein längeres werden. So ein kleines bisschen „Druck“ muss schon dabei sein. Instagram ist für Fotos mittlerweile weitestgehend uninteressant geworden, und Texte werden dort ohnehin nicht gelesen. Also brauchte es eine Art „Korsett“ – und meine eigene Webseite.
Aus all dem ist dann das Jahresprojekt 52 mal sieben geworden. Das Jahr hat 52 Wochen, à sieben Tage.
„Das sind aber nur 364 Tage. Das Jahr hat doch 365 Tage. In Schaltjahren sogar …“
„Danke für die wertvolle Wortmeldung, Ferdinand Bartholomäus. Geh wieder mit deinen imaginären Freunden spielen.“
Konkret heißt das: Jeden Sonntag zeige ich sieben Fotos aus der vergangenen Woche und schreibe einen kurzen Text dazu.
Das steckt hinter 52 mal sieben.
Was ich damit möchte? Wie gesagt, in erster Linie eine Motivation für mich, mehr zu fotografieren. Gleichzeitig ist das für mich eine kleine Dokumentation meines Jahres. Es ein Fototagebuch zu nennen, wäre zu viel des Guten – denn ich zeige hier vielleicht auch mal persönliche Inhalte, aber keine privaten Momente. Die behalte ich gern für mich.
Und wenn du Spaß dran hast, was ich hier mache, dann schau gerne immer mal wieder vorbei.
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NEUESTER BEITRAG
Woche 39
Unser erstes Treffen fand in einem alten Gebäude statt, in dem es ganz sicher nach Bohnerwachs und fauligem Holz roch. Ein Fingerschnips weiter haben wir beide erwachsene Kinder, wohnen fast 200 Kilometer voneinander entfernt, sehen uns alle paar Jahre und es fühlt sich immer noch so an, als würden wir uns täglich sehen.