Woche 40
Den ersten Kaffee gab es bis einschließlich Mittwoch im Scheinwerferlicht auf der Autobahn aus der Thermoskanne, statt im kuscheligen Bett zusammen mit Luna und Milo. Die beiden wissen, wie schwer mir das sehr frühe Aufstehen gerade zwischen Oktober und März fällt. Deshalb haben sie fast täglich beschlossen mich ab etwa 3.30 Uhr in kurzen Abständen immer wieder daran zu erinnern, dass ich um 5 Uhr aufstehen muss. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht, sie so süß zu machen, wie sie sind.
Schlafentzug wäre bei mir übrigens eine sehr wirkungsvolle Foltermethode.
5.326 Schritte am besten Tag sprechen eine eindeutige Sprache, was mein Energielevel betrifft. Verschlafen habe ich übrigens den Feiertag. Irgendwie hatte ich den so gar nicht auf dem Schirm. Und das, wo die Feier für den Tag der deutschen Einheit hier ums Eck stattfand. Vielleicht hab ich den Feiertag verdrängt, weil er auf den Samstag fiel und ich es gern vermeide überhaupt an Samstagen Einkaufen zu gehen. Ich habe einfach überhaupt keine Lust auf Gedränge. Deshalb war dann auch der Besuch der Feierlichkeiten in Bremen überhaupt keine Option, um meine Zeit zu verbringen.
Stattdessen habe ich die Ruhe genossen und die Akkus aufgeladen. Mit Puzzeln, Kochen, Musik und einer ungewöhnlich langen (bestimmt dreiminütigen) Kuschel-Session mit Milo ging das total gut. Und zum Abschluss der Woche gab es noch ein „genau richtiges“ durchgematschtes Stück selbstgebackenen Zimtkuchen in bester Gesellschaft. Ich glaube, ich bin halbwegs bereit für die nächste Woche.